Wir laden alle Interessierten herzlich zur gemeinsamen Pilzwanderung ein. Wann: 02.09.2012, 9 - 12 Uhr Wo: Flöha Holzhof, Richtung Waldstraße
Zutaten: 400 g Pilze300 g Hackfleisch oder Bratwurstfülle1 große Zwiebel3 Eier70 g Butterschmalz1 in Wasser eingeweichtes und ausgedrücktes...
Ein unscheinbarer Geselle ist der Graue Leistling. Mit seinen graubraunen Tarnfarben ist er schwer im Herbstlaub auszumachen. Es sei denn, er wächst zwischen gelb verfärbten Hainbuchenblättern. (Quelle: DGFM e.V.)
Es gibt einige Regeln, nach denen man Pilze sammeln sollte. Pilze sind sehr empfindlich, denn bei falscher Lagerung und unsachgemäßem Transport nehmen sie sehr schnell Schaden und können daher leicht verderben (Eiweißzersetzung).
Deshalb ist die richtige Ausrüstung für Pilzsammler sehr wichtig. Dazu gehören festes Schuhwerk, dabei die Hosen in die Socken stecken oder Gummistiefel für den Schutz gegen Zecken und langärmelige Kleidung. Auch das Behältnis für die Pilze ist sehr wichtig. Es sollte ein luftdurchlässiger, stabiler Behälter sein. Ein Korb ist ideal, auch weil die Pilze darin schon etwas vorsortiert werden können. Vor allem, wenn man sich bei dem einen oder anderen Pilz nicht ganz sicher ist und ihn einem Pilzsachverständigen zeigen möchte. Ein Klappmesser darf auch nicht fehlen, weil man dann schon im Wald nachsehen kann, ob ein Pilz madig ist.
Pilze bitte nicht in einem Plastikbeutel sammeln! Sie werden darin zu sehr gequetscht und schwitzen leicht, deshalb beginnen sie sehr schnell sich zu zersetzen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer unechten Pilzvergiftung, ähnlich einer Fischvergiftung, denn Pilze sind sehr eiweißhaltig.
Sammeln Sie Pilze nicht bei Regenwetter. Die Pilze saugen sich bei Regen voll Wasser und wichtige Details, wie zum Beispiel Hüllreste, werden unter Umständen abgewaschen.
Die Gelehrten streiten sich, wie Pilze aufgesammelt werden sollten. Die einen sagen, die Pilze unbedingt vorsichtig herausdrehen, die anderen sagen abschneiden, weil sonst das Pilzgeflecht beschädigt wird. Eigentlich ist es egal, denn Wildschweine und der Forst mit seinen großen Maschinen zerstören bestimmt mehr Myzel. Ich finde, dass für eine Bestimmung beim Sachverständigen der ganze Pilz wichtig ist, denn oftmals befindet sich das wichtigste Bestimmungsmerkmal eines Pilzes, nämlich die Knolle, im Boden versteckt.
Die Pilze sollten im Wald schon grob vorgeputzt werden. Lassen Sie madige, alte und von Schnecken stark angefressene Pilze im Wald. Sie dienen der Arterhaltung, denn sie können ihre Sporen weiterverbreiten. Und noch eine Bitte, nie den Wald „abernten“.
War die Pilzpirsch erfolgreich, möchte man seine Pilze auch möglichst heil nach Hause bringen, ein Auto ist da ein ideales Gefährt, ein Fahrradgepäckträger ist dagegen keine gute Wahl, denn dort werden sie durcheinander geschüttelt. Bei empfindlichen Pilzen, z.B. den Reizkernen, den Täublingen oder den Scheidenstreiflingen hat man dann nur noch eine einzige Masse. Besser ist es, den Korb in einem großen Rucksack auf dem Rücken zu verstauen, denn der Körper fängt so einige Erschütterungen vom Fahrrad ab.
Erfahrung sammelt man wie Pilze:
Einzeln und mit dem Gefühl,
dass die Sache nicht ganz geheuer ist.